Dipl.-Ing. Carsten Pies ist neuer Produktionsleiter der Menerga GmbH. Seine Hauptaufgabe ist die Anpassung der Fertigungsprozesse an die deutlich stärkere Marktposition. Denn der Lüftungs- und Klimatechnikhersteller Menerga legt zu – und der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur in der Produktionsleitung legt nach.
Ziel des Teams ist die Umstellung der Produktion auf das Prinzip "Menerga-Produktionssystem" (MPS). Die clevere objektbezogene Linienfertigung kann auch weiterhin jedes Klimagerät individuell für den jeweiligen Anwendungsfall fertigen – ganz so, wie der Kunde wünscht. Doch was bringt das MPS außerdem?
Der Mittelstand setzt zügig in die Praxis um
Zum Beispiel eine Verkürzung der Lieferzeiten. Im Kern geht es jedoch um die Einführung einer auf den Kunden bezogenen, optimalen und flexiblen Fertigungssteuerung. Diese Steuerung eröffnet ALLEN Beteiligten die Möglichkeit einer zügigeren Abwicklung von Kundenaufträgen. Der neue Produktionsleiter Carsten Pies konstatiert: „Das Spannende an dieser Aufgabe ist die Einführung einer neuen Produktionsstruktur, bei der alte Werte, wie beispielsweise das hohe Qualitätsniveau, gewahrt bleiben. Gleichzeitig entsteht eine neue Arbeitswelt mit optimaleren Abläufen.“
„Natürlich erfordert so eine Umstellung viel Zeit. Doch wenn man die Köpfe der Menschen durch Überzeugungsarbeit erreicht, folgt der Rest ganz von allein“, erläutert der 36-Jährige weiter. In einem mittelständischen Unternehmen biete sich sogar viel eher die Chance, konkrete Projekte auch sehr zügig in die Praxis umzusetzen, als im Massenproduktionsgeschäft.
Herr Pies, verfolgen Sie ein ganz persönliches Ziel bei der Umstellung auf Linienfertigung?
„Ja: Innerhalb von wenigen Jahren die Best-in-Class-Fabrik in diesem Sektor zu werden!“
Wie kommt die Umstrukturierung bei den Mitarbeitern an?
„Sehr gut. Denn das gesamte Unternehmen zeigt großes Interesse an den geplanten Veränderungen. Und wir setzen die Vorschläge der Belegschaft zu Verbesserungen sinnvoll ein.“
Hochwertige Einzelstückfertigung bei gleichzeitiger Standardisierung – wie geht denn das?
„Der Schlüssel dazu liegt – unter vielen anderen Faktoren – in einer ausgefeilten Logistik, die eine bedarfsgerechte Materialbereitstellung am Arbeitsplatz sicherstellt.“
Wozu überhaupt eine Umstellung der Produktion?
„Die Arbeitsprozesse mussten optimiert werden, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und die vorhandenen Kapazitäten besser nutzen zu können.“









